BLOG: Mart Schreiber und "Es muss brennen"                                 Alarming – ein Buch, das schreit!

Der Text ist einfach und – ich provoziere vielleicht – nüchtern, nicht so das Thema.

 

In dieser Komplexität bewegt sich der Autor. Er belässt souverän Nebensächliches als Nebensache und konzentriert sich mit wenigen Worten auf seine Botschaft betreffend die Asylthematik in Österreich. An Hand zweier unabhängiger Kurzgeschichten wird Einblick in die Problematik in, mit und durch Kontakte mit Asylwerbern gegeben. Der Fall einer Brandstiftung brisant und knackig erzählt. Dieser zeugt nicht nur von einer Straftat, nein, der Autor weist wissend auf den dahinter stehenden Charakter des Täters hin. Gerade dieser knappe Stil des Autors macht die Geschichten perfekt, das Buch schreit förmlich – es zwingt den Leser zum Nachdenken.

 

Eines der wenigen Bücher, in denen es Sinn macht, wenn die sprachliche Vielfalt dem Ausdruck der Geschichte weicht. Zugegeben dieser nüchterne Schreibstil ist nicht jedermanns Sache, ich finde ihn hier aber opportun, er hat mich auf seine Art angesprochen. Wer also sprachliche Allüren erwartet, wird mit diesem Buch nicht bedient. Wer aber einen Denkanstoß sucht, wird garantiert fündig.

 

Mein Tipp: Das Buch und ein Referat oder eine Erörterung im Schulunterricht, es könnte viel erreichen und ich wage eine Mutmaßung, mit seinem „Schrei“ auch BEWIRKEN.

 

To put it straight: Alarming! That’s it.

 

September 2016, Ally Park